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2010 | 2009 | 2008 | 2007 Specials: SK Rapid Wien | Nationalteam

:: 08.02.2008
Markus Katzer's Ländermatch-Analyse auf sportnet.at
0:3 gegen Deutschland - für sportnet.at analysiert Rapids Markus Katzer sowohl die österreichische, als auch die deutsche Nationalmannschaft.
ÖSTERREICH
Die Abwehr:
"Die Dreierkette war neu und hat sehr gut funktioniert. Mit Martin Stranzl und Emanuel Pogatetz haben wir zwei erfahrene Leute und den jungen Sebastian Prödl, der seine Sache toll gemacht hat. Kevin Kuranyi wusste gar nicht mehr, wo er hinlaufen soll. Die Verteidigung ist sehr gut gestanden."
Das Mittelfeld:
"In der ersten Spielhälfte war die Leistung hervorragend. Da gab es keinen einzigen, der da irgendwie rausgefallen wäre. Alle haben mitgezogen. Andi Ivanschitz und Rene Aufhauser hatten ganz starke Spielszenen."
Der Angriff:
"Unser beiden pfeilschnellen Stürmer haben jede Menge Chancen erarbeitet und der deutschen Abwehr Probleme bereitet. Natürlich ist es schade, dass es nicht zu Toren gereicht hat. Aber wir reden hier von Deutschland. Gegen diese Mannschaft musst du erst zu solchen Chancen kommen. Deshalb, denke ich, sind die Fans auch bis zum Schlusspfiff mitgegangen. Ich glaube, jeder im Stadion hat sich gefreut und war vielleicht ein bisschen stolz."
Das Fazit:
"Es wusste letzten Endes niemand, warum es nach Schlusspfiff 3:0 für Deutschland stand. Schwamm drüber. Natürlich ist das Ergebnis nicht positiv, aber so, wie wir uns am Mittwoch präsentiert haben, muss man immer spielen. Mit dieser Leistung kann man jeden schlagen."
DEUTSCHLAND
Die Abwehr:
"Die Deutschen hatten grundsätzlich die eine oder andere Umstellung. Verwundert hat mich aber schon, dass ein routinierter Spieler wie Per Mertesacker Bälle unkontrolliert einfach weggeschlagen hat. Mit dem hohen Tempo von Roland Linz und Martin Harnik hatten sie sicherlich Probleme."
Das Mittelfeld:
"Eine große Überraschung – das Mittelfeld der Deutschen hat gar nichts gezeigt. Ein Bastian Schweinsteiger ist zwar ein junger Spieler, hat aber schon viel Erfahrung. Er spielt bei Bayern, hat schon knapp 80 Länderspiele auf dem Buckel und hat bis auf einen schönen Pass nichts gezeigt. Michael Ballack und Bernd Schneider haben sich dem nahtlos angeschlossen. Für Schneider kam nach knapp einer Stunde Lukas Podolski. Für mich ist Poldi eigentlich ein klassischer Stürmer, die taktischen Überlegungen hinter diesem Wechsel kenne ich natürlich nicht. Immerhin lieferte Podolski den Assist zum 3:0 durch Gomez."
Der Angriff:
"Kaum der Rede Wert. Miroslav Klose war bis zu seinem Tor nirgends, war nicht zu sehen. Kevin Kuranyi hatte mit unserer hervorragend eingestellten Abwehr arge Probleme. Okay, Gomez hat dann auch noch ein Tor geschossen. Da hat Alex Manninger vielleicht zu wenig auf den Gegner geschaut und dachte, er habe den Ball schon sicher."
Das Fazit:
"Deutschland hat es sich möglicherweise leichter vorgestellt. Aber um die mache ich mir eigentlich keine Sorgen. Wenn es um ein Turnier geht, sind sie punktgenau da."









