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:: 07.03.2008
Markus Katzer auf dem Cover des Rapid-Magazins
Mecky ist am Cover des neuen Rapid-Magazins mit einer ausführlichen Story über sein Comeback! Unbedingt lesenswert!
Meckys Geheimnis
Er ist wieder da – mit mehr Power denn je. Defensiv-Crack Markus Katzer im Talk mit dem Rapid-Magazin über seinen überraschend schnellen Weg zurück, was und wer ihn antreibt, seine neue Motivation dank Helge Payer, was er im Fußball verändern will und warum es auch ein Leben nach der EURO gibt.
Es ist eigentlich ein Wunder, dass ich schon so gut in Form bin“, sagt Markus Katzer und lacht. Am Tag nach dem 4:0 gegen Ried trifft das Rapid-Magazin einen bestens gelaunten „Mecky“. Bei Latte Macchiato und frühlingshaften Temperaturen Ende Februar spricht der 28-Jährige darüber, warum nach seinem Kreuzbandriss, den er sich im September zugezogen hatte, alles ganz anders war als bei seiner ersten schweren Verletzung im Jahr 2005. Es ist eines von vielen Interviews, das der Verteidiger in den Wochen rund um sein Comeback gegeben hatte. Die Rapid-Familie sehnte seine Rückkehr förmlich herbei, der Hype drumherum war entsprechend groß. „Mich stört das nicht, ich gebe eigentlich sehr gerne Interviews“, bleibt Katzer cool und erzählt dem Rapid-Magazin mehr, als bisher über ihn zu lesen war.
Den Löwenanteil am Heilungsprozess ortet Markus zum einen beim Ärzteteam rund um Dr. Benno Zifko, Fitnesstrainer Christian Canestrini und Physio-therapeut Andreas Helfrich, zum anderen bei sich selbst. „Ich war vom Kopf her völlig locker, habe einfach losgelassen und mir gesagt: Okay, ich bin jetzt verletzt, das ist nun einmal so. Ich konnte mich trotzdem drüber freuen, mir im Hanappi-Stadion ein Spiel meiner Mannschaft anzusehen. Das war bei meinem ersten Kreuzbandriss anders.“ Damals war Markus zu verkrampft, probierte es mit der Brechstange. Anders im Herbst 2007. Rund zehn Tage nach der Operation war schmerzfreies Gehen möglich, verlief im Vergleich zum Jahr 2005 der Heilungsprozess beinahe doppelt so schnell.
Das Geheimnis
Den größten Rückhalt, sagt Katzer, habe ihm dabei Freundin Maria, Tochter von Jahrhundert-Rapidler Hans Krankl, gegeben. „Natürlich danke ich der ganzen Familie. Aber gerade meine Freundin hatte extrem großen Anteil daran, dass ich alles relativ easy genommen habe. Die Zeit ist wie im Flug vergangen. Ich fühle mich jetzt, als wäre ich nie weggewesen.“ In dieser Zeit lernte Markus, sich auch auf andere Dinge abseits des Fußballs zu konzentrieren. So inspirierte ihn ein Geschenk des Rapid-Goalies: „Helge hat mir das Buch The Secret – Das Geheimnis von Rhonda Byrne geschenkt. Darin geht es grundsätzlich um positives Denken. Die Kernaussage ist, dass du alles, was du im Leben erreichen willst, auch bekommst.“ Seitdem, sagt Markus, gehe er als anderer Mensch in den Tag hinein: „Du bist ganz anders drauf, wenn du in der Früh aufstehst, die Sonne scheint und es dir gutgeht. Man kann sich aus dem Buch das Beste für sich selbst herausnehmen – für mich ist es dieses positive Denken.“
Das schlägt sich auch auf dem -Rasen nieder. Im Gegensatz zu früher nimmt Markus Spiele und Trainings mit einer anderen Einstellung. „Ich genieße es, dabei zu sein. Wenn man immer fit ist und spielt, weiß man es gar nicht richtig zu schätzen, wie wichtig die Gesundheit ist und wie schön es ist, Fußball zu spielen.“
Während der Reha hatte Katzer trotz beinhartem Training viel Zeit, die er dazu nützte, um über seine Zukunft nachzudenken. Was tun nach der aktiven Karriere? „Ich würde im Fußball gerne etwas verändern, im Nachwuchs- oder Trainerbereich“, erzählt Markus. „Ob es dann wirklich das Traineramt sein wird, weiß man nicht. Natürlich werde ich die entsprechende Ausbildung machen, aber vielleicht arbeite ich dann als Co-Trainer, Jugendleiter oder Betreuer einer Nachwuchsmannschaft. Mein Job sollte auf jeden Fall mit Fußball zu tun haben.“
Konzentration auf Rapid
Über die nähere Zukunft hat sich Katzer noch nicht den Kopf zerbrochen. Immerhin unterschrieb er erst im Sommer 2007 einen neuen Vertrag bis Juni 2010. „Im Fußball kann man ohnehin nie wissen, was morgen passiert. Mit einer guten EURO kann ich mich vielleicht für einen ausländischen Verein empfehlen. Wenn mal ein Angebot da sein sollte, werde ich mir das gut überlegen. Sicher ist das ein Karriereziel, aber so alt bin ich ja auch noch nicht. Meine Planungen konzentrieren sich ganz klar auf Wien und Rapid.“
So gilt das Hauptaugenmerk in erster Linie der Meisterschaft. Überstürzt wird dabei aber nichts. „Für mich muss es ohnehin Schritt für Schritt gehen. Natürlich will ich Meister werden, aber das ist für mich, obwohl die Saison nicht lange dauert, fast ein bisschen zu weit weg. Es war schon super, dass ich gleich im ersten Spiel in Kärnten dabei war. Wer hätte das gedacht?“
Auch wenn Markus tatsächlich noch nicht alt ist – in Hütteldorf reift bereits die „Next Generation“ heran (mehr dazu S. 16). Aus dem Quintett Palla, Prokopic, Kayhan, Frank und Haunschmid, die allesamt im Trainingslager in Belek dabei waren, will Katzer keinen Kicker besonders hervorheben. „Jeder einzelne der Jungen hat gewisse Qualitäten. Sie müssen einfach hart weiterarbeiten und sich entwickeln.“ Dass der Sprung aus dem Nachwuchs in die Bundesliga kein einfacher ist, ist klar. Markus: „Das weiß ich aus eigener Erfahrung.“
Ein Leben nach der EURO
Die Heim-Europameisterschaft im kommenden Juni ist naturgemäß ein Thema, das allgegenwärtig ist. Wird Markus Katzer dabei sein? „Ganz ehrlich“, sagt Markus, „wenn sich die EURO ausgeht, dann ist es natürlich super. Wenn nicht, dann nicht. Ich werde alles dafür tun, es ist ein Traum von mir. Aber ich werde nicht sterben, wenn ich nicht dabei bin. Es gibt auch ein Leben nach der Europameisterschaft. Bringe ich gute Leistungen, glaube ich daran, dass ich dabei bin.“
Der Musikfreak
Zusätzliche Motivation holt sich Markus aus der Musik. House ist der bevorzugte Rhythm of Life des Wieners, aber: „Ich kaufe sehr viele CDs, auch von Musikrichtungen, die mir vielleicht normalerweise nicht so gefallen. Wenn ich höre, dass ein Album in den US-Charts ganz vorne dabei ist, will ich wissen, wie das klingt.“ Zur speziellen Motivation gibt -es für Mecky momentan ein Lied: „Just A Little More Love -von David Guetta.“ Die Hammer-Nummer des französischen DJs läuft auch in der Rapid-Kabine auf Heavy Rotation. „Das Lied verbinde ich mit Erinnerungen an einen gemeinsamen Ibiza-Urlaub mit Helge und einigen anderen Spielern.“
Zwischen Fußball, Musik und Terminen bleibt Markus immer noch -genug Zeit, sich um sein eigenes Projekt zu kümmern. „Seit einiger Zeit habe ich meine Website www.katzer13.com, die ein Freund von mir gestaltet hat. Das ist mittlerweile ein richtiges Hobby von mir geworden und die Resonanz der Fans ist seit dem ersten Tag gewaltig.“
Markus Katzer ist wieder da – und man wünscht ihm und letzten Endes allen Rapidlern, was er vor einigen Wochen dem Sportportal sportnet.at sagte. Auf die Frage, welche Schlagzeile er heuer am liebsten über sich selbst lesen würde, entfuhr ihm: „Markus Katzer schießt Rapid zum Meistertitel.“
Text: Christoph Luke I Fotos: Christian Hofer
Kommentare
Datum: 07.03.2008 um 09:17:17 Uhr
Von: Thomas
Betreff: Wünsche
Na dann hoffe ich für dich, dass all deine Wünsche in Erfüllung gehen, und du verletzungsfrei bleibst, bei der Euro dabei bist, und vorallem Rapid zum Meistertitel schießt. cu in St. Hanappi Thomas
Datum: 16.03.2008 um 15:16:32 Uhr
Von: Harald Schmid
Betreff: Cover Rapid-Magazin
Hallo Mecki! Super ist das Cover-Foto u. Deine Story. lg Harry
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