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:: 10.04.2008
Markus Katzer Interview auf sportnet.at
Auf sportnet.at spricht der Rapid-Verteidiger über das Meisterschafts-Finish und sein zweites Comeback in diesem Jahr.
Wie schon im Februar könnte auch am Freitag die Partie gegen Kärnten das Comeback-Spiel für Markus Katzer sein. Nach seiner Blinddarm-Operation steht der Verteidiger am Freitag wieder im Kader. Auf sportnet.at spricht der 28-Jährige über das Meisterschafts-Finish.
sportnet.at: Markus, wie man hört, bist du am Freitag gegen Kärnten wieder dabei, sitzt also zumindest mal auf der Bank, oder?
Markus Katzer: "Dass ich auf der Bank sitze, davon gehe ich einmal aus. Ich nehme es, wie´s kommt. Gesundheitlich geht es mir wieder sehr gut."
Du gibst also gegen die Kärntner sozusagen dein zweites Comeback in diesem Jahr. Als du aufgrund einer Blinddarmentzündung operiert werden musstest, hast du dich da nicht gefragt: warum habe eigentlich ausgerechnet ich das Pech gepachtet?
"Schon, kurzzeitig habe ich mir diese Frage gestellt. Das war aber dann schnell vorbei. Es war ja kein schwieriger Eingriff und ich war nicht lange weg. Ich schaue immer nach vorne, bin seit jeher ein positiv denkender Mensch."
Wenn man sich bei euch umhört, wirkt ihr alle extrem konzentriert und unaufgeregt. Bekommt ihr den medialen Wahnsinn mit, der sich rund um Rapid abspielt?
"Sicher kriegt man´s mit, aber man darf sich einfach nicht beeinflussen lassen. Jeder einzelne Spieler hat den Titel als Ziel und das darf niemand aus den Augen verlieren. Wir müssen drei Spiele gewinnen, dann sind wir durch. Die Stimmung in der Mannschaft ist sehr gut. Man merkt irgendwie, dass jeder weiß, worum es geht."
Die Gefahr, nach dem 7:0 in Salzburg abzuheben, war ja durchaus gegeben. Trägt euer Trainer dazu bei, dass ihr auf dem Boden der Tatsachen bleibt?
"Ja, das macht er aber nach jedem Sieg. Er gibt uns am nächsten Tag beim Training immer zu verstehen, dass ein Sieg Vergangenheit ist und dass es weiter geht und wir nach vorne schauen müssen. Jetzt schauen wir eben auf Kärnten. Sicher sind wir Favorit, aber sie werden uns die Punkte nicht schenken."
Spekuliert ihr mit einem Umfaller der Salzburger in Mattersburg?
"Ich sag´s mal so: unsere Ausgangslage ist - unter Anführungszeichen - relativ günstig. Ich habe immer gesagt, dass wir unsere Heimspiele gewinnen müssen, das und nichts anderes zählt am Freitag um 20:30 Uhr. Aber sicher registriert man, wie Salzburg spielt. Alles andere wäre gelogen. Umgekehrt würden sie auch auf uns schauen. Und natürlich weiß man, wenn Red Bull theoretisch Punkte liegen lässt, hätten wir nächste Woche gegen Altach Matchball um die Meisterschaft. Aber das interessiert uns erst nach der Partie gegen Kärnten."
Vor dem Frühjahrsstart wurde von eurer Seite oft die Auslosung bemängelt. Sechs Heim-, aber sieben Auswärtsspiele. Dafür ist es ja gut gelaufen, oder?
"Auf jeden Fall. Wir sind gleich mit einem Sieg gestartet und haben die ganz wichtigen Spiele wie auswärts in Salzburg und das Derby gewonnen. Die Auslosung war vom Papier her für uns vielleicht nicht günstig, aber wir haben es bisher gut überstanden, nur zwei Mal verloren."
Ist es ein Vorteil, dass ihr schon am Freitag spielt und der Konkurrenz so vorlegen könnt?
"Vielleicht macht es die Sache für Salzburg schwieriger, aber im Grunde sind das alles Vollprofis, die mit solchen Situationen umgehen können. Aber - ja, es könnte ein Vorteil sein."
Was machst du, wenn ihr heuer Meister werdet?
"Das sag´ ich dir, wenn´s soweit ist (lacht). Ich will da im Vorfeld nichts ankündigen. Diese Einstellung haben alle in der Mannschaft. Wenn einer von uns über den möglichen Titel redet, kommt sofort ein anderer und sagt: 'Halt, wir müssen jetzt erst einmal das nächste Spiel gewinnen.' Das zeichnet uns aus. Wir unterschätzen niemanden."









